Zeitungsbericht Donau-Post zur Jahreshauptversammlung: Anton Rothfischer macht weiter
von Fairer Handel Wörth
Neuwahlen, Ausblick und viel Lob in der Jahresversammlung des Vereins Fairer Handel
Wörth. (std) Weiter so! Das ist der Tenor der Jahreshauptversammlung des Vereins Fairer Handel, die am Mittwoch beim Butz stattgefunden hat. Die neue Vorstandschaft ist nahezu deckungsgleich mit der alten.
Vorsitzender bleibt Altbürgermeis-ter Anton Rothfischer.
Den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt ab sofort Franz Krug, den die Mitglieder unter der Regie des Wahlleiters Herbert Schötz einstimmig wählten. Die Kasse führt weiter Christoph Mahlendorf, Schriftführer bleibt Ekkehard Hollschwandner. Als Beisitzer komplettieren Hildegard Schindler, Christiane Pedolzky und Harald Dietlmeier die Vorstandschaft. Die Vereinskasse prüft wie gehabt Martin Eicher, zur Seite steht ihm dabei ab sofort Richard Schönberger.
Der alte und neue Vorsitzende Anton Rothfischer zog ein ausgesprochen positives Fazit. Rund 30 Ehrenamtliche seien mit Herzblut in den beiden Einrichtungen, dem Eine-Welt-Laden in der Schlossstraße und dem Second-Hand-Shop an der Schule, aktiv. Insgesamt zählt der Verein aktuell 68 Mitglieder. Hervorzuheben sei die Unterstützung durch die Stadt Wörth und die Familie Rösch mit massiven Mietpreissenkungen oder gar Mietverzicht.
Wie Brigitte Solleder berichtete, seien im Eine-Welt-Laden 15 ehrenamtliche Mitarbeiter tätig, die mit großem Fleiß am Werk seien. Rund um Ostern und im Herbst sei besonders viel Geschäft zu verzeichnen.
Ein Problem sei die allgemeine Teuerung von Kakao, Kaffee und Schokolade, die sich negativ auswirke, sagte Solleder. Gleichwohl laufe es sehr gut. Der Eine-Welt-Laden sei weiterhin auch Sammelstelle für Brillen, Handys und Co. Besonders bemerkenswert findet Rothfischer, dass Mitarbeiter - und auch Stammkunden - bis ins hohe Alter im Laden anzutreffen seien.
Das Geschehen im Second-Hand-Laden ließ Claudia Fuchs Revue passieren. 18 ehrenamtliche Mitarbeiter helfen dort. Die lange Einkaufsnacht im Sommer sei ein riesiger Erfolg gewesen, das gelte genauso für die lange Wintereinkaufsnacht, sagte Fuchs. Beide Angebote möchte das Team wiederholen. Sie erwähnte auch die „sehr gut angenommene" Spieletauschbörse, die eine Wiederholung finden soll. Die Verkaufserlöse des Second-Hand-Ladens hat der Fairhandelsverein für gemeinnützige Zwecke weitergegeben; unter dem Strich sind Spenden von 10.000 Euro zusammengekommen. Je 2.000 Euro gingen laut Fuchs an den Jugendtreff die Rengschburger Herzen und den Verein Mütter in Not. Je 1.000 Euro bekamen der Verein Landkreis mit Herz, die Tafel Neutraubling, der Familienstützpunkt und das Blindeninstitut (Frühförderung Sehen).
Der Einsatz und das hohe Spendenaufkommen seien wahrhaft beachtlich, resümierte Rothfischer. Einziger Wermutstropfen: Der Besuch des Friedensfestes habe zuletzt zu wünschen übrig gelassen. Ob es eine Wiederholung geben wird, sei fraglich, sagte Rothfischer.
„Respekt, was ihr leistet und ausschüttet"
Den Kassenbericht präsentierte Christoph Mahlendorf. Dass Verkaufserlöse nun umsatzsteuerfrei sind, rückwirkend bis 2022, sei positiv, sagte er. Die Uberschüsse, die der Verein erziele, spende er, es gebe keine Gewinnabsicht, betonte der Kassier. Mahlendort sei als Steuerberater die Idealbesetzung, „durch ihn spart sich der Verein viel Geld" lobte Kassenprüfer Eicher. Rothfischer bezeichnete den Finanzchef als „Goldstück" meister Gerhard Schmautz zog seinen Hut vorm Verein: Die Stadt sei stolz. „Respekt, was ihr leistet und was ihr ausschüttet an Vereine, die sich um Menschen kümmern, die nicht so gesegnet sind." Außerdem sei eines stets zu bedenken: „Den Titel Fair-Trade-Stadt gäbe es nicht ohne euch."
Herbert Schötz bat darum, den Schulförderverein fest in die Liste der Spendenbegünstigten mit aufzunehmen. Das Engagement an den Schulen brauche und verdiene Unterstützung. Anna Schötz regte an, ins Sortiment des Eine-Welt-Ladens wieder Taschen und Einkaufskörbe mit aufzunehmen. Als lobenswert stufte sie es ein, dass Friederike Hanek vom Bioladen den Eine-Welt-Laden nicht als Konkurrenz betrachte, sondern unterstütze.